Forschungsprojekte - ASSEMBLAGE

Assessment of the Black Sea sedimentary system since the last glacial extreme

Die Hauptzielsetzung des Projektes ist die Charakterisierung des sedimentären Systems des Schwarzen Meeres seit dem letzten glazialen Maximum, die Quantifizierung des Einflusses von Klimaschwankungen auf dieses System und die Evaluierung der Sensitivität externer Kräfte. In diesem Zusammenhang werden natürliche Prozesse sowie antropogene Aktivitäten berücksichtigt. Um diese Ziele zu erreichen, ist folgendes geplant:

  • Untersuchung der Geomorphologie und der Stratigraphie des Schwarzen Meeres vom nordwestlichen Schelf bis ins Tiefseebecken, unter der Verwendung eines Multibeam-Fächerecholots und hochauflösender Reflexionsseismik;
  • Analyse einer Serien von Sedimentkernen des nordwestlichen Schelfs und den Tiefseefächern mit Hilfe der Litho- und Biostratigraphie, der Palynologie, der Mikropaleontologie, der Malakologie, des Paleomagnetismus, der Geochemie, der Mineralogie, der Quellensuche des organischen Materials und der Altersdatierung;
  • Bestimmung der Konsequenzen des Rückgangs im Flusseintrag;
  • Voraussage der Variabilität des Systems des Schwarzen Meeres in Zeitskalen von Monaten bis tausenden Jahren, unter der Zuhilfenahme von gekoppelten physiko-biologischen Modellen;
  • Rekonstruktion der Ablagerungsgeschichte der Sequenzen, welche im Zuge der Progradation des Donaudeltas inhalb den letzten 12.000 bzw. insbesondere der letzten 7.500 Jahre abgelagert wurden, durch den Vergleich der Lithostratigraphie, Sedimentologie und Geochemie vonr Sedimentkernen des Schelfs mit Proben von Bohrungen im heutigen Donaudelta und ihrem Tiefseefächer; und
  • Aufbau einer umfassenden Datenbank und eines GIS für das sedimentäre System des nordwestlichen Schwarzen Meeres, welches Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern dienen soll, die insbesondere im Umwelt- und Küstenschutz des Schwarzen Meeres involviert sind.

Andere wissenschaftliche Fragestellungen, schliessen die Geschichte und die Faktoren welche die Verbindung des Mittelmeeres mit dem Schwarzen Meer steuern, die Architektur und das Wachstumsmuster des sedimentären Systems des Schwarzen Meeres und das Vorkommen von Gashydraten ein.

Teilnehmende Institutionen:

Institut Français de Recherche pour l'Exploitation de la Mer, France - Université Claude Bernard Lyon 1, France

Centre National de la Recherche Scientifique - Délégation Rhône Alpes, France

Centre National de la Recherche Scientifique - Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement (JRU 1572), France

Institute of Biogeochemistry and Marine Chemistry, University of Hamburg, Germany

Institute of Chemistry and Biology of the Seas, Carl von Ossietzky University of Oldenburg, Germany

National Institute of Marine Geology and Geo-ecology, Bucharest, Romania

Faculty of Geology and Geophysics, University of Bucharest, Romania

Institute of Oceanology, Bulgarian Academy of Sciences, Varna, Bulgaria

National Institute of Meteorology and Hydrology, Sofia, Bulgaria

Instituto Anadaluz de Ciencias de la Tierra, Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Granada, Spain

Istituto di Scienze del Mare, University of Ancona, Italy

 



Teilnehmende Arbeitsgruppen des Instituts

Marine Geologie
(Prof. Dr. H.K. Wong, Projektkoordinator des Instituts)

Organische Chemie, Umwelt- und Isotopengeochemie
(Prof. Dr. W. Michaelis)



Projektkoordination

IFREMER
(Institut Français de Recherche pour l'Exploitation de la Mer, France)



Laufzeit

2003 - 2006